TradiSegeln Blog

Ausflug nach Sardinien

Letztes Wochenende war ich für die Stiftung Historische Schifffahrt Bodensee in Sardinien, um zwei Schiffe der Stiftung in Augenschein zu nehmen: ein offenes Kielboot vom Typ Soling und die klassische 15-Meter-Yacht „Antares“.

Hier ein paar Fotos von der Hinfahrt.

In Arbatax angekommen machten wir uns daran, die Schiffe zu inspizieren und eine Rollreffanlage auf der Soling zu installieren.

Die Antares ist eine wirklich schöne, sehr solide und seegängige Yacht. Und ich werde sie voraussichtlich im Sommer auf einigen Törns skippern! Gebaut im Jahre 1968 für die Teilnahme an Hochseeregatten, beeindruckt Sie noch heute mit ihren feinen Linien. Sie lässt sich mit Sicherheit als klassische Yacht bezeichnen und wäre somit ein potentieller Kandidat für die TradiSegeln-Flotte…

Auf der Rückfahrt genossen wir noch etwas die sardische Landschaft und machten an ein paar vorzeitlichen Kultstätten Rast.

Wieder auf dem Festland machten wir einen kurzen Abstecher nach La Spezia, um die „Black Swan“ in Augenschein zu nehmen. Dabei gab es auch sonst einiges zu sehen:


Neue Hoffnung für Black Swan?

Letztes Wochenende hörte ich vom Projekt einiger engagierter Menschen: Eine klassische 35-Meter Yacht von 1899(!) aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. Da ich gerade auf Sardinien war und das Schiff in La Spezia, also quasi auf dem Rückweg, beschloss ich, mir einmal selber ein Bild von der alten Dame zu machen.

Und es hat sich gelohnt! Ich wurde sofort von dieser einzigartigenYacht in ihren Bann gezogen. Durch die feinen Linien und die imposante Größe der aufgebockten Schönheit. Gleichzeitig aber auch durch die Melancholie eines verlassenen Traumes, der den Glanz vergangener Tage noch in sich trägt. Und es macht mich sehr traurig, dass hier vielleicht ein Stück maritime Geschichte zu Ende geht.

Dringend gesucht werden interessierte Investoren, aber auch Informationen zum Schiff und seiner Geschichte. Und wer weiß? Vielleicht wird die Black Swan in ein paar Jahren Teil der TradiSegeln Flotte?

Hier ein paar Bilder vom Rumpf:

Wie man sieht ist das Schiff momentan in einem sehr schlechten Zustand, und der Eigner scheint sich überhaupt nicht darum zu kümmern. Und das nach einer angeblichen Komplettrestaurierung vor nicht einmal 15 Jahren. Allerdings scheint noch nicht alles verloren, sollte sich die Grundsubstanz als solide herausstellen. Und es wäre doch zu schade, wenn ein Schiff, welches ein komplettes Jahrundert überdauert hat, nun der Motorsäge zum Opfer fallen würde.

Ich ließ es mir nicht nehmen, mich auch einmal an Deck und im Inneren umzusehen. Das Deck macht einen deutlich besseren Eindruck als der Rumpf:

Unter Deck scheint die Einrichtung größtenteils in Ordnung, allerdings herrscht durch die Feuchte ein muffiger Geruch. Und wer weiß, was für Schimmel hinter den Schranktüren lauert:

Zum Abschluss hier noch ein Video aus besseren Zeiten. Viel Spaß beim Träumen!

Classic Charles E. Nicholson Superyacht Black Swan of 1899 from Paul Marquat on Vimeo.


Schoner in Nova Scotia

Nova Scotia an der Ostküste Kanadas ist ein El Dorado für Liebhaber maritimer Traditionen. In der folgenden Dokumentation wird die Verbundenheit der Region mit einem ganz besonderen Schiffstyp thematisiert: dem Schoner (englisch: Schooner).

Viel Spaß mit den schönen Bildern (insbesondere den historischen Aufnahmen). Wer kriegt da nicht Lust, in See zu stechen?


Oldtimer-Rallye in Tägerwilen

Heute habe ich für die Stiftung Historische Schifffahrt Bodensee einen Stand bei der Oldtimer-Rallye „Seegefrörne“ in Tägerwilen betreut. Neben einer Menge toller Autos gab es ein leckeres Süppchen an unserem Stand. Und vor allem einen Wettbewerb mit tollen Preisen und viele Infos zum Segeln auf der Sattva, einem geplanten Vortrag im April und der Bindersgarten Hilfsaktion für ein Altenheim in der Karibik. Über Letzteres werde ich bald einen extra Blog-Post schreiben.

Hier sind ein paar Bilder von der Rallye-Station in Tägerwilen:


Ein Besuch auf der Stad Amsterdam

Im Januar 2015 war ich beruflich auf Martinique, einer wunderschönen Karibikinsel, die gleichzeitig ein Teil Frankreichs ist. Durch einen Artikel im „Spiegel der Zeilvaart“ habe ich gesehen, dass die „Stad Amsterdam“ zur gleichen Zeit dort Zwischenstation macht. Diese Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Nicht nur, dass ich schon lange von diesem Schiff träume. Ich glaube auch, dass es ein würdiger Kandidat für die TradiSegeln-Flotte wäre. Leider waren für die Trips ab Martinique keine Kojen mehr frei. Und ich war ja auch nicht zum Urlaub machen, sondern beruflich unterwegs. Aber trotzdem hieß mich die Crew herzlich willkommen und lud mich ein, das Schiff von oben bis unten unter die Lupe zu nehmen. Hier ein paar Eindrücke:

 

Nach ein paar Gesprächen mit Crew und Kapitän steht nun fest: Ich werde die Stad Amsterdam in die Flotte von TradiSegeln.de aufnehmen. Ich bin zwar (noch) nicht mitgesegelt, aber konnte einen guten Eindruck vom Leben an Bord gewinnen. Und ich muss sagen, das Schiff hat mich auf Anhieb überzeugt!